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Auf Einladung der isländischen Aussen-
ministerin, Porgerour Katrin Gunnars-
dottir, trafen sich der norwegische
Aussenminister Espen Barth Eide, der
Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin
und Liechtensteins Regierungschefin-
Stellvertreterin Sabine Monauni am
Montag, 22. Juni 2026, in Reykjavik zum
diesjährigen EFTA-Ministertreffen.
Die Gespräche standen im Zeichen einer
verstärkten Zusammenarbeit der EFTA-
Staaten vor dem Hintergrund der wachs-
enden Fragmentierung der globalen Han-
delsbeziehungen, der Modernisierung
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bestehender Freihandelsabkommen sowie
der Zusammenarbeit mit der Europäischen
Union. Ausserdem begrüssten die Minis-
terinnen und Minister die Fortschritte
im Hinblick auf einen baldigen Ab-
schluss der Verhandlungen über ein
umfassendes Freihandelsabkommen mit
Vietnam.
Weiterentwicklung von
Freihandelsabkommen
Die Ministerinnen und Minister wür-
digten den weiteren Ausbau der Handels-
beziehungen der EFTA seit dem letzten
Treffen, darunter das Inkrafttreten des
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Handels- und Wirtschaftspartnerschafts-
abkommens zwischen den EFTA-Staaten und
Indien, das Abkommen mit Singapur über
die digitale Wirtschaft sowie die Un-
terzeichnung des Abkommens mit den
Staaten des MERCOSUR (Argentinien,
Brasilien, Paraguay, Uruguay). Sie be-
tonten die Bedeutung einer zügigen Um-
setzung des Abkommens mit Indien, ins-
besondere im Bereich der Investitions-
förderung und -kooperation, und verein-
barten, bestehende Abkommen weiterzu-
entwickeln und Modernisierungsprozesse
mit Kanada, Mexiko und Korea voran-
zutreiben.
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Auch die Umsetzung der revidierten Pan-
Euro-Med-Konvention zur Ursprungskumu-
lierung soll weiter beschleunigt wer-
den, um die Kohärenz des EFTA-Netzwerks
zu stärken. Darüber hinaus hoben die
Ministerinnen und Minister die Bedeu-
tung der Zusammenarbeit mit Partnern
ausserhalb bestehender Abkommen hervor,
insbesondere im Rahmen der ASEAN-EFTA-
Kooperation sowie durch mögliche stru-
kturierte Dialoge mit wichtigen Han-
delsblöcken wie dem CPTPP, bestehend
aus Australien, Brunei, Chile, Kanada
Japan, Malaysia, Mexiko, Neuseeland,
Peru, Singapur, Vietnam und dem
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Vereinigten Königreich.
Island, Norwegen und die Schweiz nut-
zten das Treffen dazu, aktualisierte
bilaterale Landwirtschaftsabkommen mit
Palästina zu unterzeichnen, die den
gegenseitigen Marktzugang für Agrar-
produkte verbessern. Das Abkommen der
Schweiz ist über den Zollvertrag auch
auf Liechtenstein anwendbar. Betreffend
Vietnam begrüssten die EFTA-Staaten
eine Einigung in den meisten Punkten,
die in den Verhandlungen über ein Frei-
handelsabkommen noch offen waren, und
brachten ihre Zuversicht auf einen
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baldigen Abschluss zum Ausdruck.
Dabei geht es um ein breit angelegtes
Abkommen, das den Handel mit Waren,
Dienstleistungen und Investitionen ab-
deckt und Bereiche wie geistige Eigen-
tumsrechte, Ursprungsregeln, Wettbe-
werb, Handelserleichterungen, techni-
sche Handelshemmnisse sowie Handel und
nachhaltige Entwicklung umfasst.
Enge Beziehungen der EFTA-Staaten mit
der Europäischen Union
Die enge und auf gemeinsamen Werten
beruhende Zusammenarbeit mit der EU im
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derzeitigen geopolitischen Umfeld war
ein weiteres Thema der hochrangigen Ge-
spräche. Die Ministerinnen und Minister
der EWR/EFTA-Staaten unterstrichen da-
bei die wichtige Koordinierung zwischen
ihnen und der EU in dringenden Fragen,
einschliesslich der Umsetzung von Sank-
tionen gegen Russland und Belarus, und
die Bedeutung eines homogenen Wirt-
schaftsraums.
Der Schweizer Bundespräsident Guy Par-
melin informierte seinerseits über das
Abkommenspaket zwischen der EU und der
Schweiz, das derzeit das jeweilige Ge-
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nehmigungsverfahren der Parteien
durchläuft.
Austausch mit Parlamentariern und
WirtschaftsvertreterInnen
Die Ministerinnen und Minister trafen
sich auch mit den beratenden Gremien
der EFTA, dem Konsultativkomitee und
dem Parlamentarischen Ausschuss, zu
einem regelmässigen Dialog über die
Aktivitäten der EFTA.
Die Parlamentsmitglieder und Vertreter-
innen und Vertreter von Gewerkschaften
und Arbeitgeberverbänden aus den vier
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EFTA-Staaten diskutierten die Handels-
politik der EFTA, einschliesslich des
Stands der aktuellen Prozesse und der
möglichen zukünftigen Ausrichtung. Aus
Liechtenstein nahmen die beiden Land-
tagsabgeordneten Sebastian Gassner und
Roger Schädler im Parlamentarieraus-
schuss sowie der Geschäftsführer der
Liechtensteinischen Industrie- und
Handelskammer, Max Rüdisser teil.
Liechtensteins Vorsitz vom 1. Juli
2026 bis 30. Juni 2027
Das Ministertreffen markierte den Höhe-
punkt des isländischen Vorsitzes im
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EFTA-Rat und bot Gelegenheit zur Über-
gabe der Vorsitzfunktionen an Liechten-
stein. Liechtenstein wird sich im Rah-
men seines Vorsitzes dafür einsetzen,
dass die EFTA ihre Rolle als gemeinsame
Plattform gleichgesinnter Staaten zur
Sicherung wirtschaftlicher Stabilität
und internationaler Wettbewerbsfähig-
keit weiterhin wahrnehmen kann.
Regierungschefin-Stellvertreterin
Sabine Monauni betonte in diesem Zusam-
menhang: "Die Freihandelsabkommen der
EFTA sind ein strategischer Mehrwert,
der gepflegt werden muss. Liechtenstein
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wird während seines Vorsitzes ein be-
sonderes Augenmerk auf die gezielte
Weiterentwicklung wichtiger Abkommen
legen, insbesondere in Bezug auf
Dienstleistungen, Investitionen und den
digitalen Handel. Zudem wird ihr Poten-
tial zur Stärkung wirtschaftlicher
Sicherheit eine besondere Rolle
spielen."
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